Logo Paraguay
 



 2. Ein Haus kaufen:
Kaufen ist natürlich der bequeme und schnellste Weg zum eigenen Haus, Apartment oder Bungalow.

Hier bestimmen die Lage, die Preisvorstellung des Verkäufers, sowie ein möglicherweise eingeschalteter Vermittler den Preis. Man sollte sich da von Dritten nicht zuquasseln lassen, denn wie in allen Ländern, wo z.B. 'alteingesessene' Landsleute den Markt prägen, will jeder an den Neuen verdienen, was zuweilen eine ungeahnte Kette an Mehrzahlungen zur Folge hat. Hört man dann später, was das erworbene Haus 'tatsächlich gekostet hat', sind Frust und Kleinkrieg praktisch vorprogrammiert.

Generell hat der Gesetzgeber in Paraguay eine Maklerprovision in Höhe von maximal 5% des Verkaufspreises vorgesehen. Diese Provision wird allgemein  vom Verkäufer  bezahlt, der durch den Verkauf seines Hauses Geld erwirtschaftet. Der Makler hat ihm einen Kunden gebracht, also zahlt nicht der Käufer eine Gebühr (wie z.B. in Deutschland), sondern der Verkäufer. Zuwanderer sollten ein Immobilienobjekt nie ohne einen seriösen Makler erwerben. Denn dieser wird ihm auch helfend bei Vertragsverhandlungen, bei der notariellen Grundbuchübertragung, beim finanziellen Transfer usw, beratend zur Seite stehen.

Es gibt vieles, selbst bei der notariellen Grundbuchübertragung (escritura), zu beachten. So können z.B. Rücktrittsrechte durch den Verkäufer und andere Fallstricke ausgeschlossen werden bzw. mit gesplitteten (notariell abgesicherten) Zahlungen enorm viele Gebühren, Steuern usw. eingespart, oder auch verloren werden.

Paraguayische Notare bereiten den Verkauf in der Regel gut vor (besorgen Dokumente von den Ämtern u.a.), aber arbeiten hier nicht so (neutral) wie man das von seiner alten Heimat her gewohnt ist. Man muss ihnen sagen, was in der Escritura aufgenommen werden soll und was nicht, wie z.B. der Geld- und Grundstücks-Transfer gestaltet werden soll, wie die Kosten (Gebühren, Steuern, Notarkosten) der Grundbuchübertragung auf Käufer und Verkäufer verteilt werden und vieles mehr. – Ein guter Makler kennt sich in diesen Dingen aus. Sie sollten ihn daher in Anspruch nehmen, zudem die Kosten dafür praktisch der Verkäufer durch seine Provisionsgebühr bezahlt.

Leider bereichern sich immer wieder viele (einheimische und deutsche) Makler an ihren unerfahrenen Kunden, indem sie oft viel, viel Geld auf den Original-Kaufpreis aufschlagen (was eigentlich verboten ist). Ich habe bis heute (Stand Januar 2018) z.B. bei einem

'Kollegen' vom anderen Ufer (das können Sie deuten, wie Sie wollen) sehen müssen, dass er einige (nicht exklusiv vergebene) Objekte anbietet, die auch ich gelistet habe. Allerdings sind/waren sie bei ihm 20.000 Euro bis zu 40.000 Euro teurer...

Abzockende Makler erkennt man u.a. daran, wenn man den Kaufinteressenten bei Preisverhandlungen vom Eigentümer fernhält, oder dieser betont, dass der Makler 'den Preis kenne'. Hier ist es dann nämlich der Makler, der beim Handeln Teile seines 'Aufschlags' verlieren würde. Also wird er den Preis verhandeln und der Verkäufer hält sich derweil zurück.

Abhilfe: Nicht vorschnell kaufen, sondern die Angebote vergleichen. Verhandeln Sie wegen des Preises mit dem Eigentümer und achten Sie darauf, wie der Makler reagiert. Bei Preisverhandlungen wird ein am Kaufpreis beteiligter Makler Ihnen immer dabei helfen, einen günstigen Preis zu erzielen (z.B.: Eine Differenz von 10.000 runter gehandelten Euros schlagen bei einer Gebühr von 5% beim Makler nur mit 500 Euro zu Buche. Dafür wird er Sie sicherlich nicht ins offene Messer laufen lassen – der Abzocker hingegen würde 10.000 Euro einbüßen und verhandelt deshalb lieber selbst).

Ebenfalls eine Unsitte in Paraguay ist das Kassieren von Provisionen durch viele deutsche Pensionen, Hotels, Restaurants und Privatvermieter. Nicht nur, dass man bei jedem seiner Gäste an deren Cedulas mitverdient, an deren Umzügen usw, sondern – oft ungebührlich viel – auch an Grundstückskäufen oder Immobilien (Provisionen von Eigentümern bzw. Aufschläge bis zu 50%, ).

Ich habe nichts dagegen, wenn sich derartige Gastgeber auf diese Art und Weise ein 'Zubrot in Maßen' verdienen. Aber wer bei seinen Kunden oder Übernachtungsgästen z.B. bei Immobilien und Grundstücken 20% bis 50% auf die Originalpreise aufschlägt, den halte ich schlicht und ergreifend für unverschämt bis betrügerisch.




Immobilienerwerb in Paraguay



Ebenfalls wichtig: Bei Objektbesichtigungen sollte man sorgfältig das angebotene Objekt inspizieren. Fenster und Türen, Toilettenspülungen usw. sind zu prüfen, und es schadet nichts, wenn man beim Verkäufer ein bisserl lästig wird. Verputz und Mauerwerk, Böden, Fugen usw. müssen genau unter die Lupe genommen werden, wobei man immer und überall auf Hinweise von Feuchtigkeit oder Schimmel zu achten hat.

Die andere Seite: Aus Sicht des Maklers braucht man für gut die Hälfte seiner Interessenten zuweilen Nerven, so dick wie Stahlseile. Das kann bereits bei der ersten Anfrage beginnen und reicht bis zu den Besichtigungsfahrten vor Ort. Folgende Fehler im Umgang mit Maklern (in aller Welt) sollten Sie daher besser vermeiden. Ihr Immobilien-Makler wird es Ihnen danken.

In der Praxis läuft es meistens so ab: Man entscheidet sich nun doch, wahrscheinlich nach Paraguay auszuwandern und durchforstet mit Hilfe von Google die relevanten Seiten für Paraguay-Einwanderer. Dabei stößt man irgendwann auch auf Immobilienangebote aus dem Land der Sonne und man schreibt einige Makler an, um Interesse zu bekunden. Bis dahin verlief alles normal.

Der Makler liest die erste Mail des Interessenten möglicherweise schon vor dem Frühstück. Darin einige kurz formulierte Fragen, die für einen möglichen Einwanderer wichtig sind: "Wie geht das mit der Aufenthaltsgenehmigung?", "Sind die Versicherungen ähnlich wie in Deutschland?", "Wie sind die Chancen für eine deutsche Bäckerei in Paraguay?" usw. Sie sehen: kurze Fragen, also wenig Aufwand für den Fragensteller. Aber die Antworten kann man dann doch nicht genau so kurz formulieren. Wenn sich nun ein Makler tatsächlich erbarmt und ausführlich alle Fragen beantwortet, weil der Verfasser eigentlich nur zu faul ist, um im Internet zu recherchieren (zudem alle Fragen eigentlich anderen gestellt werden müssten, nicht aber an einen Immobilienmakler), wenn er also umfassend antwortet, dann verlangt schon die pure Höflichkeit, dass man sich bei ihm bedankt oder zumindest den Eingang seiner eMail bestätigt. Leider passiert dies fast nie. Daher wird irgendwann selbst der netteste Makler nie mehr auf solche Fragen reagieren.

Auch bekloppte Anfragen machen auf Dauer mürbe (die nachfolgende wurde vor ca. einem Jahr an mich gestellt): "Wenn ich mit einem Boot von Areguá nach San Bernardino fahre, werde ich dann von Piraten überfallen?" Ich hatte damals geantwortet "Nur wenn Sie einen Umweg über Somalia machen." Danach wurde ich in der Rückmail als arroganter Idiot beschimpft.

Ebenfalls nicht beliebt unter den Maklern ist die Tatsache, dass zahlreiche Interessierte noch in Deutschland verweilen, erst ihr Haus verkaufen müssen, um flüssig zu werden, aber schon jetzt (z.B. im Januar) vieles über ihre Traum-Immobilie wissen möchten (mehr Fotos, mehr Infos, bestimmte Maße der Küche usw.), obwohl sie erst im Oktober oder November zum ersten Mal nach Paraguay kommen wollen. Bis dahin - so hofft man als Makler - wird diese Immobilien längst verkauft sein. Solche Fragen zu beantworten, womöglich zum 40 km entfernten Objekt fahren, um dort Wände abzumessen, wäre also völlig sinnlos aus Sicht des Maklers.

Das gilt auch für Termine von Besichtigungen, die einige Deutsche schon gerne von zu Hause aus organisieren. Aber: In Paraguay spielt das Wetter immer eine Rolle. Keiner fährt gerne im Regen herum, denn am Straßenverkehr sind auch andere beteiligt, deren Reifen abgefahren sind, die keine Außenspiegel haben und deshalb kaum etwas durch ihre verregneten Fenster sehen können u.a. – wer bei Regen nicht unbedingt auf die Straße muss, der bleibt in Paraguay zu Hause. Übrigens wollen Ihnen auch Hausbesitzer nicht im Regen ihren 2 Hektar großen Garten zeigen. – Man kann also, ohne den Blick auf die Wetter-Infos der nächsten drei Tage zu werfen, keine verbindlichen Besichtigungen planen. Realistischer wäre es, seinen Makler zu informieren, wann man in Paraguay sein wird und sich dann dort noch einmal nach der Ankunft zu melden, um etwaige Besichtigungen zu besprechen.

 

Haus bauen statt kaufen? Na bitte – hier ist es!














Häuser • Grundstücke • Farmen • Gewerbeobjekte • Villen • provisionsfrei Mietobjekte • Fincas

Alle Immobilien ansehen





by Paraguay-Immobilien.info
C.d.C. 2749 - PY 1209 Asunción
HomeKontakt