

Hervorragende Bezie-
hungen unterhält Pa-
raguay bestärkt
durch Hoffnungen auf
wirtschaftliche Förde-
rung seit der Regie-
rung unter Strössner
zu Spanien, Japan,
Taiwan, Argentinien,
Brasilien und Südafri-
ka.
Japan dürfte, was die
Vergabe immens gün-
stiger Kredite und För-
derungen angeht, den
USA (Handelspartner
und Förderer Nr. 1)
auf dem Fuße folgen.
Die Kontakte zur Bun-
desrepublik Deutsch-
land sind seit jeher
vertrauensvoll und
herzlich.
Die junge Demokratie:
Mit
Alfredo
Stoessner, dem Sohn eines deutschen
Einwanderers aus Hof putschte sich 1954 der letzte
Diktator Paraguays an die Macht. Mit einer Mixtur
aus Francia-Politik (Fleiß und Sparsamkeit) und
López-Vorlieben (Vetternwirtschaft und korrupte Be-
amte) hob er die oppositionellen Kräfte aus den An-
geln und das Land aus der wirtschaftlichen Veges-
senheit.
Eine
der stabilsten Währungen
in Lateinamerika, die
Teilhaberschaften Paraguays an den Megaprojekten
der beiden riesigen Wasserkraftwerke am Rio Iguazú
und Rio Paraná sowie einen zwar bescheidenen
aber kontinuierlichen wirtschaftlichen Aufschwung
hat Paraguay ihm zu verdanken.
Im Februar
1989 wurde der
damals 76jährige von sei-
nem Duz-Freund, dem höchsten General der Streit-
kräfte, Andres Rodriguez, gestürzt
und ins brasilia-
nische Asyl abgeschoben. Unter Rodriguez kam es
zu den ersten freien Wahlen in Paraguay, aus wel-
chen Juan Carlos Wasmosy als erster vom
Volk ge-
wählter Präsident hervorging.
Verfassung und Staatsgewalt
Paraguay
ist nun eine präsidiale
Republik mit einem
Parlament, das sich aus dem Senat und dem Abge-
ordnetenhaus zusammensetzt. Seine am 26.8.1967
in Kraft getretene Verfassung basierte auf den Grund-
rechten einer bereits seit 1870 gültigen Verfassung
und wurde im Jahr 1992 dem demokratischen Wan-
del angepasst.
Die
gültige Verfassung vom
Juni 1992 sieht eine Auf-
gabenteilung des Staates in Legislative, Exekutive
und Judikative fest.
Die
Legislative wird
vom Kongress, bestehend aus
einer Senatoren- und Abgeordnetenkammer ausge-
übt. Die Abgeordneten werden direkt vom Volk ge-
wählt und haben eine Amtszeit von fünf Jahren. Der
Kongress überwacht die Einhaltung der Konstitution
und der Gesetze und erlässt neue Vorschriften, Ge-
setze und Wahlgesetze.
Die
Exekutive übt der
Präsident, in seiner Abwesen-
heit der Vizepräsident aus. Der Exekutive gehören
auch 11 Minister an.
Die
Judikative wird
durch den obersten Gerichtshof
ausgeübt, welcher sich in fünf Zuständigkeitsberei-
che aufgliedert. Darüber hinaus gibt es die Appelati-
onsgerichte für Zivil-, Handels-, Straf- und Arbeits-
recht sowie den Rechnungshof. Die Justizverwaltung
setzt sich aus dem Generalstaatsanwalt, Staatsan-
wälten, Steuerbeamten und anderen Richtern niede-
rer Instanzen zusammen.
Paraguay und die Welt
Als
wirtschaftliche und außenpolitische
Stütze Para-
guays sind vornehmlich die USA zu benennen. Im
Gegenzug bietet Paraguay dafür ein stets pro-ameri-
kanisches, verlässliches Stimmenzünglein an der
Waage internationaler Entscheidungen, was dem
großen Bruder USA oftmals recht nützlich war.
An
den ersten
Freundschaftsverträgen, die bereits
unter Carlos Antonio López (1859) zwischen den
Vereinigten Staaten und Paraguay geschlossen wur-
den, hat seitdem kein Präsident der beiden Länder
gerüttelt.
Überhaupt
ist
die Außenpolitik Paraguays eng mit
seiner wirtschaftlichen Situation verknüpft. So haben
sich die Regierungen im Laufe der vergangenen Jahr-
zehnte damit abfinden müssen, dass potente Kredit-
geber bestimmte Auflagen erfüllt sehen wollen und
daher auch Bedingungen stellen.

Politik wird in Paraguay sehr
wichtig genommen, denn seit
dem das Land 1989 mit dem
deutschstämmigen Alfredo
Strössner seinen letzten
Diktator verlor und demokra-
tisch wurde, wird nichts
heißer und leidenschaftlicher
diskutiert, als die Landespolitik
Die beiden größten
Parteien, die Colora-
dos und die Liberalen,
wurden im Jahr 1887
gegründet. In der Re-
gierungszeit Alfredo
Stroessners spaltete
sich die Liberale Par-
tei. Aus den schärfs-
ten Gegnern der Colo-
rados bildete sich nun
die Radikal Liberale
Partei. 1936 wurde die
"Partido Revoluciona-
rio Febrerista" (PRF)
gegründet.
Um die Wahl in das
paraguayische Zwei-
kammer - Parlament
(Congreso), das sich
aus dem Senat mit
30, und dem Abgeor-
dnetenhaus mit 60
Mitgliedern zusam-
mensetzt, bewerben
sich hauptsächlich
sieben größere Par-
teien gewinnen "tun
aber immer die Colo-
rados" *gg*...
Die 4 Jahreszeiten
Besucher empfinden den paraguayischen Frühling
sicher als die angenehm-
ste Zeit, da sich beson-
ders die Monate Novem-
ber und Dezember nun in
all ihrer exotischen Pracht und Blütenfülle zeigen. Die Sommer- und Ferienzeit
(3 Monate Schulferien für die Kids!) fällt in die Monate Dezember bis
März. Trotz
des überwiegend schönen (und heißen) Wetters, fällt
in diesen Jahresabschnitt auch die Regenzeit, in welcher es etwa einmal
pro Woche wie aus Ei-
mern schüttet. Mitte März
bis Ende Mai prägt der
Herbst das Land. In Para-
guay verlieren dabei nur
ganz wenige Bäume ihr Blattwerk – so sind also
auch Herbst und Winter immerwährend grün. Der Winter beginnt im Juni und reicht
bis in den Septem-
ber hinein. Jedoch auch in den Wintermonaten grünt
und blüht es in der Natur.