Domizilland Paraguay




Copyright 2003 by H.W. Kopczinski, Paraguay
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Rund um Paraguay
 Klima, Wetter und Klimaveränderung

 Fläche: 406.752 qkm  Einwohner: 5.000.000  Bevölkerung: 12/qkm  Regierungsform:  Demokratische Republik  Landeshauptstadt:  Asunción ( 1 Mio. Einw.)  Amts/Landessprache:  Spanisch u. Guaraní  Stromspannung: 220V
Ackerbau

Die beiden sehr unter-
schiedlichen  Vegeta-
tionszonen in Paragu-
ay  verlangen  wegen
des unterschiedlichen
Klimas  und   Bodens
auch verschiedene Ar-
ten der Bodennutzung
und Feldbestellung.
Auf  Grund  der  über-
aus  fruchtbaren   Bö-
den  in  Ostparaguay,
ausreichender Nieder-
schlagsmengen   und
des  warmen  Klimas,
ist hier  zwei- bis drei-
mal pro Jahr die Feld-
bestellung möglich.
Leider  gilt auch hier,
dass bei der Inkultur-
nahme gerodeter Flä-
chen   ausschließlich
das   sich  unter   der
Walddecke angesam-
melte höchst fruchtba-
re Potential zur Erzeu-
gung  der  Kulturpflan-
zen genutzt wird, was
zwangsläufig  und  ra-
sant zu  tiefgreifenden
Veränderungen    des
Bodens führt.
Die hohe Feuchtigkeit
und  Temperatur   der
Böden, die keine Win-
terruhe kennen, führen
dazu,   dass  der  Hu-
musabbau ca. sechs-
mal so schnell  als in
gemäßigteren  Zonen
erfolgt. So kommt es,
dass viele  von  Klein-
bauern oder unerfahre-
nen Landwirten betrie-
bene Ackerbauflächen
schon nach  wenigen
Jahren praktisch 'aus-
gelaugt' sind,  allmäh-
lich veröden und damit
der Erosion von Wind
und Regen völlig preis-
gegeben werden.
Gut geführte landwirt-
schaftliche    Großfar-
men,  wo Wechselan-
bau, Pflanzenschutz,
Düngung  und  experi-
mentelle Saatgutzüch-
tungen  umsichtig be-
trieben werden, verbu-
chen  allerdings konti-
nuierlich  hohe    und
wirtschaftlich interes-
sante Renditen in Pa-
raguay.

Die Welt im Wandel

Durchschnittswerte und Temperaturen
Das Klima Paraguays kann man allgemein  in etwa
mit dem des sommerlichen Floridas vergleichen. Al-
lerdings beschert dem Land seine geografische mit-
tige  Lage  zwischen  Südpol und Äquator zuweilen
bei einer  Drehung des Windes plötzliche Tempera-
turschwankungen bis zu 20 Grad.
In den Wintermonaten (Juni - August)  kann das an
einem Tag bittere Kälte durch den eisigen Polarwind
bedeuten, am nächsten Tag dann jedoch (bei Nord-
wind) eine Mittagstemperatur von mehr als 30 Grad
Celsius. Im Sommer  bringt  dieses Phänomen der
Polarwinde dann angenehme Linderung.
Überwiegend prägt der Nordwind das Klima in Para-
guay - also äquatoriale Temperaturen,  die  an eini-
gen Orten  (allerdings meist nur kurzfristig)  bis  zu
45º betragen können.  Der Südwind,  welcher  vom
"Pampero",  einem  aus  Patagonien  stammenden
Wind gespeist wird, bringt Abkühlung und in der Re-
gel trockene Luft, die im Sommer als angenehm, im
paraguayischen  Winter  jedoch  als kalt und frostig
empfunden wird.

Prima Klima....?
Die weltweiten Klimaveränderungen, die sich z.B. in
vielen  Teilen  der Welt durch eine Zunahme von im-
mer heftiger werdenden Unwettern ausdrücken,  ha-
ben auch vor Paraguay  nicht  halt  gemacht.  Aller-
dings hier im positiven Sinne  –  nicht nur die Heftig-
keit früherer Unwetter scheint  in  den vergangenen
Jahren abgenommen zu haben, sondern auch deren
Häufigkeit.
So  kühlen  sich  nun  im Sommer auch die heißen
Nächte viel häufiger ab,  was allgemein als sehr an-
genehm empfunden wird. Sommernächte  mit  Tem-
peraturen von 18 bis 21 Grad gehörten früher zu den
ganz seltenen "angenehmen Nächten", werden nun
aber immer häufiger. Auch die überaus heftigen Ge-
witter  vergangener Jahre  oder  Regenmassen,  die
binnen  weniger  Minuten  die Straßen in reissende
Flüsse verwandelten, scheinen deutlich seltener zu
werden. – Ein Phänomen der Klimaverschiebung in
der Welt...?

Die vier Jahreszeiten
Besucher  empfinden den paraguayischen Frühling
sicher als die angenehmste Zeit, da sich besonders
die Monate November und Dezember nun in all ihrer
exotischen Pracht und Blütenfülle zeigen.
Die Sommer- und Ferienzeit (3 Monate Schulferien
für die Kids!) fällt in die Monate Dezember bis März.
Trotz des überwiegend schönen (und heißen) Wet-
ters, fällt in diesen Jahresabschnitt auch die Regen-
zeit, in welcher es etwa einmal pro Woche wie aus
Eimern schüttet.
Mitte März bis Ende Mai prägt der Herbst das Land.
In Paraguay verlieren dabei nur ganz wenige Bäume
ihr Blattwerk – so sind also auch Herbst und Winter
immerwährend grün, wenn auch die Temperaturen
gemäßigt bis kalt.
Der Winter,  zuweilen mit frostigen  Südwinden und
Nachttemperaturen bis zu Nullgrad  (tagsüber dann
wieder gemäßigt zwischen 11 und 26 Grad) beginnt
im Juni und reicht bis in den September hinein.  Je-
doch auch in den Wintermonaten  grünt  und  blüht
es in der Natur. Da in öffentlichen Gebäuden und in
den meisten Lokalen und Haushalten  nicht geheizt
wird,  stellt  sich der Winter für uns Europäer als ei-
ne recht unwirtliche Jahreszeit dar.
Tipp: Heizen per Klimaanlage ist billiger als Kühlen.
Also sparen Sie nicht am falschen Ende...

Weltweit  nehmen die Unwetter
sowie deren Heftigkeit in beäng-
stigendem Maße zu. In Paragu-
ay, so scheint es,  ticken auch
in punkto Klima  die  Uhren  an-ders: Die  Unwetter werden sel-
tener und die Nächte kühler...
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