

Die beiden sehr unter-
schiedlichen Vegeta-
tionszonen in Paragu-
ay verlangen wegen
des unterschiedlichen
Klimas und Bodens
auch verschiedene Ar-
ten der Bodennutzung
und Feldbestellung.
Auf
Grund der
über-
aus fruchtbaren Bö-
den in Ostparaguay,
ausreichender Nieder-
schlagsmengen und
des warmen Klimas,
ist hier zwei- bis drei-
mal pro Jahr die Feld-
bestellung möglich.
Leider
gilt auch hier,
dass bei der Inkultur-
nahme gerodeter Flä-
chen ausschließlich
das sich unter der
Walddecke angesam-
melte höchst fruchtba-
re Potential zur Erzeu-
gung der Kulturpflan-
zen genutzt wird, was
zwangsläufig und ra-
sant zu tiefgreifenden
Veränderungen des
Bodens führt.
Die
hohe Feuchtigkeit
und Temperatur der
Böden, die keine Win-
terruhe kennen, führen
dazu, dass der Hu-
musabbau ca. sechs-
mal so schnell als in
gemäßigteren Zonen
erfolgt. So kommt es,
dass viele von Klein-
bauern oder unerfahre-
nen Landwirten betrie-
bene Ackerbauflächen
schon nach wenigen
Jahren praktisch 'aus-
gelaugt' sind, allmäh-
lich veröden und damit
der Erosion von Wind
und Regen völlig preis-
gegeben werden.
Gut
geführte landwirt-
schaftliche Großfar-
men, wo Wechselan-
bau, Pflanzenschutz,
Düngung und experi-
mentelle Saatgutzüch-
tungen umsichtig be-
trieben werden, verbu-
chen allerdings konti-
nuierlich hohe und
wirtschaftlich interes-
sante Renditen in Pa-
raguay.
Durchschnittswerte und Temperaturen
Das Klima Paraguays kann man allgemein in etwa
mit dem des sommerlichen Floridas vergleichen. Al-
lerdings beschert dem Land seine geografische mit-
tige Lage zwischen Südpol und Äquator zuweilen
bei einer Drehung des Windes plötzliche Tempera-
turschwankungen bis zu 20 Grad.
In den
Wintermonaten (Juni
- August) kann das an
einem Tag bittere Kälte durch den eisigen Polarwind
bedeuten, am nächsten Tag dann jedoch (bei Nord-
wind) eine Mittagstemperatur von mehr als 30 Grad
Celsius. Im Sommer bringt dieses Phänomen der
Polarwinde dann angenehme Linderung.
Überwiegend
prägt der Nordwind
das Klima in Para-
guay - also äquatoriale Temperaturen, die an eini-
gen Orten (allerdings meist nur kurzfristig) bis zu
45º betragen können. Der Südwind, welcher vom
"Pampero", einem aus Patagonien stammenden
Wind gespeist wird, bringt Abkühlung und in der Re-
gel trockene Luft, die im Sommer als angenehm, im
paraguayischen Winter jedoch als kalt und frostig
empfunden wird.
Prima Klima....?
Die
weltweiten Klimaveränderungen,
die sich z.B. in
vielen Teilen der Welt durch eine Zunahme von im-
mer heftiger werdenden Unwettern ausdrücken, ha-
ben auch vor Paraguay nicht halt gemacht. Aller-
dings hier im positiven Sinne nicht nur die Heftig-
keit früherer Unwetter scheint in den vergangenen
Jahren abgenommen zu haben, sondern auch deren
Häufigkeit.
So
kühlen sich
nun im Sommer auch die heißen
Nächte viel häufiger ab, was allgemein als sehr an-
genehm empfunden wird. Sommernächte mit Tem-
peraturen von 18 bis 21 Grad gehörten früher zu den
ganz seltenen "angenehmen Nächten", werden nun
aber immer häufiger. Auch die überaus heftigen Ge-
witter vergangener Jahre oder Regenmassen, die
binnen weniger Minuten die Straßen in reissende
Flüsse verwandelten, scheinen deutlich seltener zu
werden. Ein Phänomen der Klimaverschiebung in
der Welt...?
Die vier Jahreszeiten
Besucher
empfinden den
paraguayischen Frühling
sicher als die angenehmste Zeit, da sich besonders
die Monate November und Dezember nun in all ihrer
exotischen Pracht und Blütenfülle zeigen.
Die
Sommer- und Ferienzeit
(3 Monate Schulferien
für die Kids!) fällt in die Monate Dezember bis März.
Trotz des überwiegend schönen (und heißen) Wet-
ters, fällt in diesen Jahresabschnitt auch die Regen-
zeit, in welcher es etwa einmal pro Woche wie aus
Eimern schüttet.
Mitte
März bis Ende Mai
prägt der Herbst das Land.
In Paraguay verlieren dabei nur ganz wenige Bäume
ihr Blattwerk so sind also auch Herbst und Winter
immerwährend grün, wenn auch die Temperaturen
gemäßigt bis kalt.
Der
Winter, zuweilen
mit frostigen Südwinden und
Nachttemperaturen bis zu Nullgrad (tagsüber dann
wieder gemäßigt zwischen 11 und 26 Grad) beginnt
im Juni und reicht bis in den September hinein. Je-
doch auch in den Wintermonaten grünt und blüht
es in der Natur. Da in öffentlichen Gebäuden und in
den meisten Lokalen und Haushalten nicht geheizt
wird, stellt sich der Winter für uns Europäer als ei-
ne recht unwirtliche Jahreszeit dar.
Tipp:
Heizen per Klimaanlage
ist billiger als Kühlen.
Also sparen Sie nicht am falschen Ende...


